Allgemein

1.Folgetreffen zu Prekäre Arbeit

Solidarisch gegen Ausgründungen und Tarifflucht

Am 25. November fand die Nachfolgeveranstaltung zu unserer Veranstaltung vom 16. September 2014 im DGB-Haus zum Thema: „Prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin“ statt. Um 18.00 Uhr im Haus der Buchdrucker kamen dann 35 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen landeseigenen Betrieben oder vom Land abhängigen Betrieben zusammen. Ziel war es zu diskutieren, wie wir nach der positiven Resonanz der Septemberveranstaltung nun weiter machen. Alle Repräsentanten der SPD, darunter auch die damaligen Bürgermeisterkandidaten, hatten sich auf der Veranstaltung deutlich gegen prekäre Arbeit, insbesondere im Verantwortungsbereich des Landes Berlin, ausgesprochen. Trotz dieser Bekenntnisse und weitere hierzu eingebrachten und verabschiedeten Anträgen auf dem letzten Landesparteitag der SPD, ist realistisch gesehen eine Verbesserung der Arbeitssituation in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Wir waren uns schnell einig, dass es nicht ausreicht innerparteilich zu agieren, sondern auch von außen Druck auf die SPD auszuüben. Dies kann und muss über die Gewerkschaften erfolgen. So hat, als Reaktion auf unserer Septemberveranstaltung der Bezirksvorstand von ver.di-Berlin den Antrag verabschiedet, dass der DGB aufgerufen wird eine Konferenz zum Thema „Prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin“ durchzuführen.

Als ersten wollen wir eine Solche Konferenz vorbereiten, indem wir Berichte über die Arbeitssituation in den einzelnen Betrieben sammeln und dem DGB bzw. den Einzelgewerkschaften zukommen lassen. Zudem sollen über diese Informationsbündelung auch die eigenen KollegInnen motiviert werden sich zu engagieren. Wichtig ist hierbei immer wieder deutlich zu machen, dass die prekären Arbeitszustände nicht nur einzelne Betriebe betreffen und bedauerliche Ausnahmen darstellen, sondern dass dahinter hier eine Systematik des Sparens mittels konsequenter Umsetzung neoliberaler Methoden steckt (u. a. durch Ausgründung, Tarifflucht, Befristungen, Teilzeit usw.).

Eine weitere Veranstaltung wird am Freitag den 09.01.2015 stattfinden.

Eine gute Nachricht gibt es übrigens zu vermelden: Auch Aufgrund unserer Septemberveranstaltung hat die FU-Berlin wegen Befürchtungen um ihren guten Ruf, eine Kehrtwende beim Botanischen Garten angekündigt und wird ihre Politik der Ausgründung und Tarifflucht überdenken.

Sven Meyer

EINLADUNG ZU EINEM FOLGETREFFEN AM 25. NOVEMBER 2014